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Warum du Mentee werden solltest

Telemachos, Sohn von Odysseus, war es ganz und gar nicht freiwillig. Andere, reale Persönlichkeiten wie Steve Jobs, Bill Gates oder Mark Zuckerberg wurden es aus eigenen Stücken, um auf dem Weg zu beruflichen Erfolg Unterstützung zu erhalten: Sie stellten sich Mentoren an die Seite und wurden zu Mentees.

Mit einem Mentor hast du einen Ansprechpartner, dem du vertraust und der dich mit der Erfahrung und seinem Wissen über die Branche unterstützen kann. Warum du Mentee werden solltest, hängt natürlich vollkommen von deiner persönlichen Situation ab. Doch es gibt viele Gründe, sich einen Mentor zu suchen und wenige, es nicht zu tun.

Zusammenfassung

Warum du dir für deine beruflichen Ziele oder Visionen unbedingt einen Mentor holen solltest, erfährst du hier. Außerdem erkläre ich dir, welche Anforderungen du für ein erfolgreiches Mentoring erfüllen musst und welche Aufgaben dich als Mentee erwarten.

  • Nutzen des Mentorings für den Mentee
  • Anforderungen an den Mentee
  • Aufgaben des Mentees

Das Mentoring als Abkürzung auf deinem Karriereweg

Solltest du Interesse an deiner beruflichen Weiterentwicklung haben, so stellt der Mentor für dich eine Abkürzung auf dem Weg zu deinem Ziel dar. Als Mentee lernst du andere Perspektiven und Erfahrungen aus der Praxis kennen, auf die du ohne Mentor keinen Zugriff hättest. Außerdem kannst du das Fachwissen des Mentors für dich und die weitere Entwicklung deiner eigenen Kompetenzen nutzen. Damit gelingt dir eine bessere Einschätzung davon, wie realistisch das Erreichen deiner beruflichen Ziele und Visionen ist und wie viel Energie du hierfür aufbringen musst.

Nicht zuletzt erhältst du über deinen Mentor Zugang zu Netzwerken, die dir Chancen, Perspektiven und weiteres Expertenwissen bieten können – für welche du wiederum Jahre des Vernetzens gebraucht hättest.

Für die Umsetzung des dir zur Verfügung gestellten Wissens bist allerdings alleine du verantwortlich. Du wirst nur von der Erfahrung und dem Wissen deines Mentors profitieren können, wenn du dieses auch aktiv einsetzt. Ebenso werden dir die zur Verfügung gestellten Kontakte deines Mentors nur eine Hilfe sein, wenn du diese sinnvoll wie auch aktiv einzusetzen weißt.

Weiterentwicklung deiner Persönlichkeit im Mentoring

Welches versteckte Potential du hast, wirst du mit Hilfe eines guten Mentorings herausfinden können. Deine vorhandenen Kompetenzen und Stärken werden dir bewusst und für andere sichtbar gemacht. Dadurch bietet sich dir die Chance, deine Stärken in Zusammenarbeit mit dem Mentor noch weiter auszubauen.

Hinzu kommt, dass du als Mentee deine Sinne geschärft bekommst. Die Offenheit und das Vertrauen innerhalb einer Mentoring-Beziehung ermöglicht beiderseits ehrliches und jederzeit konstruktives Feedback. Das bewirkt, dass deine Fähigkeit Probleme als solche zu erkennen bei der Kooperation mit einem Mentor verbessert wird. Dadurch kannst du nicht nur deine Schwächen besser adressieren und deren Handhabung erleichtern. Du wirst auch deine Selbsteinschätzung verbessern und dein Selbstbewusstsein stärken. Die Fokussierung auf deine Stärken wird einen effektiveren Einsatz dieser ermöglichen.

Deine Anforderungen und Aufgaben als Mentee

Nur wenn du dir bewusst bist, welchen Nutzen Mentoring in Bezug auf deine ganz persönlichen Ziele und Visionen hat, kannst du eine Entscheidung treffen, ob ein Mentorat das Richtige für dich ist. Zudem müssen deine Erwartungen als Mentee mit denen des Mentors harmonieren – nur so ist der gemeinsame Erfolg möglich. Du solltest im Vorfeld also eine Vielzahl an Fragen beantworten, die dir das Formulieren klarer Ziele ermöglichen:

  • Hast du Interesse an deiner persönlichen Weiterentwicklung?
  • Hast du große berufliche Ziele, die du erreichen und für die du dich aktiv einsetzen willst?
  • Kannst du die Offenheit aufbringen, um über persönliche Themen zu reden?

Du musst offen über deine Ideen, Befürchtungen und Schwächen reden können. Das gelingt nur in einer Mentor-Mentee-Beziehung, in der das Vertrauen ineinander groß ist. Folglich wäre es nur hinderlich, solltest du generell Probleme damit haben, eine Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen – oder dir einen Mentor aussuchst, dem du keinerlei Vertrauen entgegenbringen kannst. Mit dem nötigen Vertrauen dagegen sollte es dir um einiges leichter fallen, über schwierige Situationen und Seiten an dir zu reden und darüber zu lernen. Das wiederum kann dazu beitragen, weiteres Vertrauen aufzubauen.

Mentees mit Mut zu Makeln

Als Mentee sollst du den Mut haben, zu deinen Makeln zu stehen. Selbstkritik ermöglicht dir, Schwächen zu erkennen und diese an der Wurzel zu packen. Ebenso Mut brauchst du, um Neues auszuprobieren. Du profitierst zwar von den Erfahrungen des Mentors, dennoch sind Mentees nicht vollkommen davor geschützt, Fehler zu machen – und das ist auch nicht weiter schlimm. Schließlich bist du dazu angehalten, für eine aktive Umsetzung des Mentorings einzustehen, selbst wenn die Konsequenzen dann doch nicht die gewünschten sind. Nimm den Rat und die Unterstützung des Mentors an und setze das ins Tun um.

Die Angst vor dem Scheitern darf kein Grund sein, Ratschläge und Hinweise deines Mentors zu missachten. Um dich weiterzuentwickeln und deine berufliche Ziele zu erreichen, musst du gewillt sein, über deinen Schatten zu springen. Mentoring ist nicht so zu verstehen, dass du es über dich ergehen lässt: Du musst mitgestalten und all deine Fähigkeiten gewinnbringend in das Mentoring-Programm einbringen.

Mentees mit Zeit und zielstrebiger Zielsetzung

Gleich zu Anfang des Mentorats musst du klare Ziele formulieren, auf die du dich anschließend mit dem Mentor verständigst. Du stehst als Mentee logischerweise im Zentrum dieser Überlegungen. Darum musst du dir Klarheit über deine Pläne verschaffen und konkrete Wünsche äußern, was die Unterstützung hierfür angeht.

Dabei ist es ratsam, dass du nicht erst deinen Mentor aktivierst, wenn der Schaden schon angerichtet ist oder Probleme akut werden. Profitiere von den Erfahrungen des Mentors und vermeide die Fehler, die dieser schon auf seinem Weg zur beruflichen Karriere gemacht hat. Bleibe also dauerhaft im Austausch mit deinem Mentoring-Partner. Stelle bei Unsicherheiten Fragen.

Vereinbart bei Bedarf feste regelmäßige Termine, bei denen der Mentor auf den aktuellsten Stand der Dinge gebracht wird. Hierin liegt oftmals die Krux: Wie bei jeder Beziehung muss der Mentee auch in einer Mentoring-Beziehung ausreichend Zeit investieren. Der Mehrwert des Mentorings nimmt sonst rapide ab. Dabei ist der Profit ungleich höher, wenn du die entsprechende Zeit investiert hast.

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